Verlängerung Bus-Vorzugsspur: Ausschreibung der Planung veröffentlicht

13.05.2026, 11:35

Planungsarbeiten für Ausbau der Bus-Vorzugsspur zwischen Eppan und Bozen ausgeschrieben - Stärkung der öffentlichen Mobilität im Überetsch - Angebote bis 17. Juni 2026 abgeben

Mit der Weiterführung der Bus-Vorzugsspur Richtung St. Michael - im Bild ein Rendering - soll das Überetsch mit öffentlichen Verkehrsmitteln besser an die Landeshauptstadt Bozen angebunden werden.  (Rendering: Ressort für Infrastrukturen und Mobilität)
Mit der Weiterführung der Bus-Vorzugsspur Richtung St. Michael - im Bild ein Rendering - soll das Überetsch mit öffentlichen Verkehrsmitteln besser an die Landeshauptstadt Bozen angebunden werden. (Rendering: Ressort für Infrastrukturen und Mobilität)

BOZEN/EPPAN (LPA). Der Ausbau der Bus-Vorzugsspur zwischen Eppan und Bozen ist eine der Maßnahmen des Landes für die Verkehrssicherheit und Stärkung der öffentlichen Mobilität im Überetsch. Am am 13. Mai wurde nun die Ausschreibung der Planung für die Weiterführung der bestehenden Vorzugsspur veröffentlicht. Der Ausschreibungsbetrag beläuft sich auf rund 600.000 Euro. Die Wirtschaftsteilnehmenden haben bis zum 17. Juni 2026,  12 Uhr, Zeit, ihre Angebote in das Ausschreibungsportal zu laden.

"Die Bus-Vorzugsspur ist mehr als eine Fahrspur – sie ist Teil unseres Landesmobilitätsplans zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs. Sie hat für uns derzeit Priorität, weil sie den Pendelnden und den Schülerinnen und Schülern aus Eppan und Kaltern mehr Zuverlässigkeit und Stabilität am Morgen für die Fahrt zur Arbeit und zur Schule bringen wird", so Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Der Planungsauftrag umfasst zudem die Errichtung eines Kreisverkehrs bei der Abzweigung nach St. Michael . "Dieser Kreuzungsbereich mit Einfädelungsspur stellt aktuell einen unübersichtlichen Knotenpunkt dar", erklärt Alfreider. In Abstimmung mit Lorenz Ebner, Bürgermeister von Eppan, sei der Bau eines Kreisverkehrs auf diesem Abschnitt bereits im September 2025 mit Beschluss der Landesregierung definiert worden. 

Künftig 75 Prozent Busspur möglich

Auf der 10,1 Kilometer langen Strecke zwischen St. Michael und dem Bahnhof Bozen verläuft die bestehende Bus-Vorzugsspur derzeit über 4,27 Kilometer - das entspricht rund 42 Prozent der Strecke. Die geplante Bus-Vorzugsspur soll über weitere 3,36 Kilometer verlaufen, was rund 33 Prozent der Strecke entspricht. "Zusammengenommen wird damit künftig 75 Prozent der Strecke zwischen St. Michael und Bozen Zentrum mit einer Vorzugsspur für die Öffis ausgestattet sein", betont Landesrat Alfreider. "So können wir den öffentlichen Verkehrslinien noch mehr freie Fahrt gegenüber dem Individualverkehr ermöglichen."

Austausch mit Grundeigentümern

Den Eigentümern der Grundstücke war die erste Studie für den Ausbau der Bus-Vorzugsspur anlässlich des Infodays im Frühjahr 2025 vorgestellt worden. Wie vom Landtag beschlossen, wurden dabei auch die Trassenstudien der Überetscher Gemeinden berücksichtigt. "In der Planungsphase wird der Austausch nun konkreter werden, um die tatsächlich notwendigen Flächen ermitteln zu können", erklärt Alfreider. Danach könne die Gemeinde Eppan das Verfahren zur Eintragung der Trasse in den Bauleitplan starten.

Laut Landesrat Alfreider und Bürgermeister Ebner schließe die Vorzugsspur den späteren Bau eines straßenunabhängigen Verkehrssystems nicht aus. "Im Gegenteil: Mit der Trasse für die Vorzugsspur können bereits jetzt wichtige Flächen gesichert und Vorarbeit geleistet werden", unterstreicht der Landesrat. "Die Breite der Spur und die technischen Anforderungen an die Vorzugsspur werden so geplant, dass auf dieser Trasse zu einem späteren Zeitpunkt auch ein schienengebundenes Verkehrsmittel gebaut werden kann." 

red/mpi