Wohnreform: Positive Bilanz bei begünstigtem Darlehen und Bausparen

13.05.2026, 09:30

Beide Förderschienen sind seit einigen Monaten verfügbar und werden gut angenommen - Mehr junge Menschen und Paare erreicht - Landesrätin Mair zufrieden mit Maßnahme für leistbaren Wohnraum

Der Weg zum Eigenheim ist für viele Bürgerinnen und Bürger kein einfacher: Mit der Wohnreform 2025 wurden verschiedene Maßnahmen gesetzt, um das Wohnen in Südtirol wieder leistbarer zu machen. Unter anderem junge Menschen und Paare haben diese Chance erkannt, wie die jüngsten Daten zeigen. (Foto: pexels.com - Das Foto darf nur im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden)
Der Weg zum Eigenheim ist für viele Bürgerinnen und Bürger kein einfacher: Mit der Wohnreform 2025 wurden verschiedene Maßnahmen gesetzt, um das Wohnen in Südtirol wieder leistbarer zu machen. Unter anderem junge Menschen und Paare haben diese Chance erkannt, wie die jüngsten Daten zeigen. (Foto: pexels.com - Das Foto darf nur im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden)

BOZEN (LPA). Das mit der Wohnreform 2025 neu eingeführte begünstigte Darlehen und das reformierte Bausparen werden von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen. Das Ressort für Wohnbau, Sicherheit und Gewaltprävention hat eine erste Analyse vorgenommen und zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen: Seit dem 1. Jänner 2026 wurden Darlehen mit einem Gesamtvolumen von rund 60 Millionen Euro gewährt. Insgesamt haben rund 500 Personen bzw. Familien auf die beiden Fördermaßnahmen zurückgegriffen. 

Maßnahmenoffensive für leistbaren Wohnraum

„Die Wohnreform ist kein starres Konstrukt, sondern der Beginn einer umfassenden Maßnahmenoffensive zur Schaffung und Sicherung von leistbarem Wohnraum für die ansässige Bevölkerung. Sie hat den jahrelangen Stillstand beim Thema Wohnen beendet und leistbares Wohnen klar auf die Prioritätenliste der Landesregierung gesetzt", zeigt sich Wohn-Landesrätin Ulli Mair über die ersten Ergebnisse erfreut. Entscheidend sei nun Wirksamkeit und Treffsicherheit laufend zu überprüfen und, wo notwendig, gezielt nachzuschärfen und weiterzuentwickeln.

Begünstigtes Darlehen: Innerhalb von 4 Monaten rund 36 Millionen Euro vergeben

Zwischen dem 1. Jänner und dem 30. April 2026 wurden, laut Analyse, insgesamt 189 begünstigte Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 36,27 Millionen Euro gewährt. Der durchschnittliche Darlehensbetrag lag bei rund 191.900 Euro, wobei etwa zwei Drittel der Darlehen variabel verzinst und ein Drittel fix verzinst sind.

Das begünstigte Darlehen wird über lokale Banken, welche den Bankgruppen Raiffeisen, Sparkasse, Volksbank und Cassa Centrale angehören, vergeben. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich dort informieren und beraten lassen. Eine vollständige Liste aller konventionierten Banken ist online abrufbar.

„Der Start des begünstigten Darlehens als neue, dritte Förderschiene neben dem Bausparen und den einmaligen Beiträgen für Bau, Kauf und Wiedergewinnung ist gelungen. Entscheidend war, neue Wege zu gehen, die Palette an Unterstützungsmaßnahmen zu erweitern und diese miteinander kombinierbar zu machen, wodurch ein starkes Gesamtpaket entstanden ist", resümiert Mair.

Bausparen legt bei Jugend, Paaren und Frauen zu

Auch das Bausparen, das im Zuge der Wohnreform weiterentwickelt wurde, habe seine Bedeutung als verlässliche Fördersäule bestätigt. Im Zeitraum vom 1. Jänner bis 30. April 2026 wurden 204 Bauspardarlehen mit einem Volumen von 23,62 Millionen Euro vergeben. Der durchschnittliche Darlehensbetrag betrug rund 115.700 Euro. Bauspardarlehen werden ausschließlich mit fixem Zinssatz gewährt.

Hochgerechnet auf das Gesamtjahr, so das Ressort für Wohnbau, Sicherheit und Gewaltprävention, ergebe sich aus diesen Zahlen ein Potenzial von rund 600 Darlehen (bisher waren es etwa 500). Der Anteil der Darlehensnehmerinnen und -nehmer unter 30 Jahren ist auf 22 Prozent gestiegen (zuvor rund 10 Prozent), jener der gemeinsamen Darlehen von Paaren auf 18 Prozent (zuvor 11 Prozent). Der Anteil weiblicher Darlehensnehmerinnen hat sich von 36 auf 40 Prozent gesteigert.

„Das Bausparen bestätigt seine Rolle als verlässliche Säule der Wohnbauförderung. Die Anpassungen im Zuge der Wohnreform zielten darauf ab, jungen Menschen und Familien mehr Flexibilität zu bieten und besser auf ihre Lebensrealität einzugehen. Das ist gelungen“, unterstreicht Mair.

pir