Medizinstudium in Bozen: Drittes Studienjahr gestartet

28.09.2026, 09:56

Am universitären Ausbildungszentrum Claudiana hat das dritte Studienjahr des Medizinstudiums begonnen – 174 Personen studieren derzeit in Bozen Medizin – Landesrat Hubert Messner bei Vorlesungsbeginn

"Eine gute Ärztin oder ein guter Arzt zu werden bedeutet, bereit zu sein, ein ganzes Berufsleben lang zu lernen. Wissenschaftliche Kenntnisse sind unverzichtbar. Ebenso wichtig sind jedoch Empathie, Kommunikation und die Fähigkeit, den Menschen hinter jeder Diagnose zu sehen", unterstrich Landesrat Hubert Messner, der bei der ersten Vorlesung des akademischen Jahres des Medizinstudiengangs "Medicine and Surgery" in Bozen. (Foto: LPA/Michael Mayr)
"Eine gute Ärztin oder ein guter Arzt zu werden bedeutet, bereit zu sein, ein ganzes Berufsleben lang zu lernen. Wissenschaftliche Kenntnisse sind unverzichtbar. Ebenso wichtig sind jedoch Empathie, Kommunikation und die Fähigkeit, den Menschen hinter jeder Diagnose zu sehen", unterstrich Landesrat Hubert Messner, der bei der ersten Vorlesung des akademischen Jahres des Medizinstudiengangs "Medicine and Surgery" in Bozen. (Foto: LPA/Michael Mayr)

BOZEN/MAILAND (LPA). Mit dem Start des neuen Studienjahres ist am 28. September wieder Leben in die Hörsäle der Claudiana in Bozen eingezogen. Mit Montag hat das neue Studienjahr des englischsprachigen Medizinstudiengangs "Medicine and Surgery" begonnen. Für 60 junge Studentinnen und Studenten war es der erste Studientag, diese haben ihr Studium mit dem heutigen Tag in Bozen als dritter Jahrgang des Medizinstudiums begonnen. Somit studieren ab diesem Herbst 2026 insgesamt 174 angehende Medizinerinnen und Mediziner in Bozen.

"Eine gute Ärztin oder ein guter Arzt zu werden bedeutet, bereit zu sein, ein ganzes Berufsleben lang zu lernen. Wissenschaftliche Kenntnisse sind unverzichtbar. Ebenso wichtig sind jedoch Empathie, Kommunikation und die Fähigkeit, den Menschen hinter jeder Diagnose zu sehen", unterstrich Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit, Hubert Messner, der bei der ersten Vorlesung die Studierenden und Lehrenden begrüßte. Die Medizinausbildung sei eine Investition in die Zukunft des Gesundheitswesens in Südtirol, betonte Messner und wünschte ein erfolgreiches akademisches Jahr.

Der sechsjährige Studiengang "Medicine and Surgery" wird von der Mailänder Università Cattolica del Sacro Cuore gemeinsam mit dem Land Südtirol und dem Südtiroler Sanitätsbetrieb angeboten. Am Universitären Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe Claudiana finden dafür die theoretischen Lehrveranstaltungen und praktischen Übungen statt. Die praktische klinische Ausbildung erfolgt im Südtiroler Sanitätsbetrieb bzw. in den Einrichtungen des Landeskrankenhausnetzwerks.

"Ziel des Studiengangs ist es, dem Ärztemangel entgegenzuwirken, Südtirol als Gesundheitsstandort attraktiver zu machen und neue berufliche Perspektiven zu eröffnen", so Landesrat Messner. Für das Studienjahr 2026/27 stehen 60 Studienplätze bereit, davon 50 für EU-Bürgerinnen und -Bürger und zehn für Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger. Die Plätze wurden über ein Aufnahmeverfahren vergeben. Am heurigen Aufnahmetest hatten sich 426 Interessierte aus aller Welt beteiligt.

Um Studierende finanziell zu unterstützen, vergibt die Università Cattolica leistungs- und einkommensabhängige Stipendien. Zusätzlich können Studierende mit einem Zweisprachigkeitsnachweis (Deutsch-Italienisch, Niveau B2 gemäß Gemeinsamem Europäischen Referenzrahmen) eine Landesförderung beantragen, wenn sie sich verpflichten, innerhalb von zehn Jahren nach Abschluss der Facharztausbildung vier Jahre im Südtiroler Sanitätsbetrieb zu arbeiten.

Für das neue Studentenheim der Claudiana in Bozen laufen die Bauarbeiten. Im Mai wurde der Rohbau fertiggestellt. Bis zum Studienjahr 2027/28 sollen dort 200 Wohnplätze für Studierende der Gesundheitsberufe und der künftigen Medizinischen Fakultät entstehen. Das nahezu energieautarke Gebäude soll neben den Wohnbereichen unter anderem eine Mensa, Bibliothek, Lern- und Gemeinschaftsräume sowie einen Fitnessraum umfassen. Das Land investiert rund 46,5 Millionen Euro.

san